1. Was meinen wir mit „Geprüften Lieferanten“?

Jeder Lieferant durchläuft einen Prüfprozess als fest verankerte Mindestanforderung für eine verantwortungsvolle Beschaffung:

Basis-Check: Es erfolgt eine verbindliche Selbstverpflichtung auf die Inhalte unseres Verhaltenskodex für Geschäftspartner (Link zum: Business Partner Code of Conduct). Darüber hinaus müssen alle unsere Lieferanten die Einhaltung von Global Food Safety Initiatives (GFSI) Standards nachweisen oder von unserem Qualitätsmanagement durchgeführte Audits bestehen, die auf diesen internationalen Anforderungen basieren.

Nachhaltigkeitsstandards: zusätzlich sind 82 % unserer Rohstoff- und Verpackungsmateriallieferanten, die  90 % unseres Einkaufsvolumens ausmachen, anhand von Sozial-, Umwelt- und Menschenrechtsstandards bewertet – im Nussbereich mittels Sedex SAQ. 65 % unserer Nusslieferanten legten den Sedex SAQ bereits vor. Sedex steht für SUPPLIER ETHICAL DATA EXCHANGE. Über Sedex etablieren wir bereits jetzt mit vielen unserer Lieferant:innen nachhaltige Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette.  

sedex

Risikobewertung: Wir führen eine jährliche Klassifizierung und Bewertung unserer Lieferanten durch. Dies geschieht auf Basis ihrer Qualität, aber auch ihrer Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Länder- und Branchenrisiken werden dabei berücksichtigt; ein externes Supplier Management Tool dient uns hierbei als objektive und datengestützte Plattform, um Risiken zu minimieren.
 

Unabhängige Kontrollen: bereits 67 % der Lieferanten, die in eine mittlere oder hohe Risikokategorie eingestuft wurden, sind nach dem ETI Base Code (SMETA) auf externe Sozial-, Umwelt- oder Menschenrechtsstandards auditiert. ETI Base Code: Der ETI Base Code ist ein international anerkannter Verhaltenskodex, der auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basiert und grundlegende Mindeststandards für ethische und sichere Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten definiert. SMETA: SMETA (Sedex Members Ethical Trade Audit) ist das dazugehörige, weltweit etablierte Prüfverfahren, mit dem die tatsächliche Einhaltung dieses ETI Base Codes, lokaler Gesetze sowie zusätzlicher Kriterien zu Umwelt und Geschäftsethik durch externe Auditor:innen direkt vor Ort bei Lieferanten kontrolliert wird.

2. So schaffen wir transparente Lieferketten

Herkunft - wir arbeiten daran, die Rückverfolgbarkeit unserer Rohware bestmöglich sicherzustellen. Wo immer möglich, kaufen wir die Rohware direkt beim Ursprung ein. Für alle World Selection Nüsse (mit Ausnahme von Pekans und Cashews) können wir die Rückverfolgbarkeit bis auf Betriebsebene (Anbauer) sicherstellen. Bei den World Selection Pekannüssen können wir aktuell die Rückverfolgung bis zum Händler, bei den  Cashewnüssen bis zum Verarbeiter garantieren. 

Wir gehen auch offen damit um aus welchen Ländern wir unsere World Selection Nüsse sourcen, damit die Herkunft transparent ist: 

Herkunft WS Nüsse

Nüsse stammen oft von globalen Märkten aus Ländern, in denen Sozial- und Umweltstandards vergleichsweise weniger etabliert sind. Genau dort setzen wir direkt am Ursprung an – durch unsere Teilnahme an Kooperationsprojekten zur Unterstützung der Menschen vor Ort.

Erdnüsse (Argentinien): Im Rahmen einer Initiative der SAI-Plattform engagieren wir uns im „Argentina Peanut Project“ (2025–2028) gemeinsam mit anderen Unternehmen für die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Der Fokus liegt hierbei auf Wissensvermittlung zu regenerativer Landwirtschaft und der Etablierung eines Monitoring-, Reporting- und Verification-Systems (MRV) zur Erfassung verlässlicher Daten im Bereich der Emissionsreduktion und Kohlenstoffspeicherung.

Cashews: Gemeinsam mit dem Nut Development Fund in Mozambique engagieren wir uns für den nachhaltigen Cashew-Anbau, um die Bedingungen vor Ort zum Beispiel durch Baumschulen und Trainings für Landwirte zu professionalisieren und zu verbessern. Wir unterstützen auch die weiterverarbeitenden Betriebe, von denen wir die Cashews kaufen. So haben wir z.B. unseren Cashews-Lieferanten finanziell in der Errichtung einer KITA unterstützt. Die Einrichtung - direkt neben der Arbeitsstätte, entlastet die arbeitenden Frauen vor Ort und bietet ihnen eine Kinderbetreuung für die Zeit der beruflichen Tätigkeit, da es kaum Kindergärten oder Kindertagesstätten gibt. Als Teilnehmer der „Sustainable Nut Initiative“ (SNI) sind wir Teil einer Initiative, die gemeinsame Ziele formuliert hat, um die Zusammenarbeit zu fördern und nachhaltige Maßnahmen im Cashew-Sektor voranzutreiben: menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer, die Sicherung der Existenzgrundlagen für Landwirte, Wertschöpfung in den Erzeugerländern und eine Verbesserung der Umweltbilanz. 

 

Erdnusspflanze
Cashew plants
Cashews Pflanzen
Peanuts